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JUBILÄUMSMATINEÉ AM 17. APRIL 2005

 

An Stelle einer Rede:

 

„5 X 11 JAHRE SCHWETZINGER CARNEVAL-GESELLSCHAFT EV.“

von Dr. Hans-Joachim Förster

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Freunde der Schwetzinger Carneval-Gesellschaft,

liebe Leser dieser Zeilen,

 

wenn man von Freunden im Verein gebeten wird, zum Thema 5 x 11 Jahre SCG einen Beitrag zu schreiben und man sich letztlich mit dem nicht zu schlagenden Argument, man sei ja schließlich der dazu einzig Geeignete, dann auch überreden lässt, dies zu tun, kann man sich der gestellten und keinesfalls leichten Aufgabe in vielfältiger Weise nähern.

 

So könnte man beispielsweise die SCG-Geschichte minutiös-akribisch beschreiben; das wäre ein sehr aufwendiges Unterfangen, würde in einem Buch enden und für Sie, liebe Leser, nicht mehr zumutbar.

 

Ich werde nun im Folgenden versuchen, mit Ihnen zusammen quasi in carnevalistischen 5-Meilen-Stiefeln durch die SCG-Geschichte zu eilen, wobei ich hoffe, dass meine Ausführungen natürlich auch gelesen werden und in guter Erinnerung bleiben mögen.

 

Ich rede absichtlich nicht von 7-Meilen-Stiefeln sondern von 5-Meilen-Stiefeln, weil ich die 5 x 11 Jahre SCG-Geschichte in fünf Meilenabschnitte bzw. Etappen einteilen werde. Ich möchte allerdings anmerken und voranstellen: Eine absolute chronologische Vollständigkeit werde ich Ihnen damit auch beim besten Willen nicht bieten können. Ich denke aber, die wichtigsten Dinge müssen erfasst sein. Sollte sich wider Erwarten jemand bei der Nennung von Namen übergangen fühlen, so möge er das dem Autor verzeihen.

 

Nun, an den Anfang meiner Exkursion in die SCG-Geschichte möchte ich ein kurzes medizinisches Kapitel stellen —die Mediziner, wie Dr. Dr. Wolfgang Klein, mögen mir diesen gedanklichen Seitensprung wohlwollend verzeihen.

 

Die Entstehung, genauer genommen die Wiedererstehung der carnevalistischen oder fastnachtlichen Umtriebe in organisierter, d.h. Vereinsform, in Schwetzingen möchte ich vergleichen mit dem Ausbruch einer Krankheit, die an sich harmlos, aber umso unheilbarer und letztlich epidemisch zu sein scheint, und die ich „Morbus Narhallensis Ahoi“ nennen möchte. Diese Krankheit war in Schwetzingen offenbar schon seit 1860 latent vorhanden. Dies beweisen nicht nur das langbekannte lustige und lebensfrohe Gemüt der Schwetzinger Einwohner, vielmehr gibt es sogar ein Dokument, dass das Bestehen eines Schwetzinger Vereins mit Namen „Narhalla an der Leimbach“ eben um 1860 beschreibt. Aus nachfolgenden Zeiten liegen leider keinerlei Nachweise mehr vor. Die genannte latente Krankheit „Morbus Narhallensis Ahoi“ kam dann aber endgültig und nachhaltig zum Ausbruch, als im Jahre 1950 noch eine schwere Virusinfektion hinzukam. Der Überträger dieses Virus mit dem Namen „Virus Carnevalensis Helau“ war der unvergessene Gerhard „MenneMuckel. Er infizierte sich mit dem Virus in seiner Heimatstadt Essen so schlimm, dass er dort alle Hemmungen ablegte und gar als Tanzmariechen der Essener Prinzengarde auftrat und danach mit seinem Umzug das Virus hierher verschleppte. In seiner, d.h. „MenneMuckels Schwetzinger Gaststätte, dem berühmten „Weißen Schwan“ herrschte für das "Virus Carnevalensis Helau“ ein solch günstiges Brutschrankklima, dass es sich explosionsartig vermehrte und auf einen Schlag weitere 10 gestandene, jedoch schon latent erkrankte Schwetzinger Herren befiel, die dies dann zusammen mit „MenneMuckel mit Ihrer Unterschrift auf dem SCG-Gründungsprotokoll am 06. Februar 1950 offen bekundeten. Sinnigerweise und geradezu typisch für Narren war die Tatsache, dass das Gründungprotokoll - quasi die Geburtsurkunde der SCG-auf einer Speisekarte des „Weißen Schwan“ niedergeschrieben wurde.

In den darauf folgenden 55 Jahren — also bis heute — erwies sich der „Morbus Narhallensis Ahoi“ als unerhört hartnäckig, resistent gegen noch so scharfe Gegenmittel wie Griesgram und Muckertum, als absolut unausrottbar.

 

So finden heute carnevalistische Statistiker und Fastnachts-Epidemiologen in Schwetzingen rund 500 registrierte närrische Kranke (das sind die Mitglieder und Aktiven der SCG) und abertausende nicht registrierte, aber nicht minder närrische Kranke (das sind die Besucher der SCG-Veranstaltungen bis hin zum Kurpfälzer Fastnachtszug). Es gibt sogar närrisch Kranke mit offiziellem Dauerkrankenschein, d.h. mit hohen und höchsten Auszeichnungen der SCG. So verzeichnen wir heute 10 Ehrenmitglieder, 53 Edle vom Hofe Carl Theodors, 17 Ehrensenatoren, 32 Ehrenaktive, 72 Träger des Silbernen Pour les Merites und 13 Träger des Grossen Verdienstordens mit Brillanten. Und schließlich gibt es noch höchstgradig an „Morbus Narhallensis Ahoi“ Erkrankte — das sind die 18 Mitglieder von Vorstand und Elferrat.

 

Wahrlich eine beeindruckende Krankenstatistik, die ich aber nun flugs beiseite lege, um in die 5-Meilen Stiefel zu schlüpfen und zu starten zur SCG-­5-Etappenfahrt im Sauseschritt

 

1. Etappe: 1950-1961

1950:

Wie schon erwähnt: SCG-Gründung am 6. Februar. Die 11 Gründungsmitglieder waren und hatten das Gründungsprotokoll unterzeichnet:

Philipp Kreuzwieser, Ludwig Oehl, Gerhard „MenneMuckel, Wilfried Hertz-Eicherode, Dr. Otto-Heinrich Kleinschmitt, Edgar Schäfer, Otto Schwarz, Robert Haas, Gottlieb Müller, Heinz Zahn und Willi Vogel. Von Ihnen lebt heut keiner mehr.

19.02.: Erste öffentliche Veranstaltung der SCG im „Weißen Schwan“

10.05.: Erste Hauptversammlung

Erster SCG-Präsident und Vorsitzender ist Philipp Kreuzwieser.

 

1952:

00 Uhr: denkwürdige gemeinsame Sitzung von Gemeinderat und Elferrat im Rathaus, eine Sache, die in Gazetten und Rundfunk Aufsehen erregte.

Hans Schwarzelbach wird Präsident, „MenneMuckel 1. Vorsitzender

 

Erster Fastnachtszug mit 60 Nummern und 15.000 Zuschauern

 

1955:

Erstes SCG-Tanzmariechen ist Karin Tenscher

Erstes SCG-Prinzenpaar sind Manfred und Gitta Schwarzelbach.

 

Bis 1959 folgen Brigitte Schnabel / Hans Ruffler, Karin Tenscher / Rolf Bilgram, Ursula Siering / Günter Käfer und Doris Deimann / Hans Baumann.

 

1956:

Erste Auftritte der Duos Appel / Bährle und Bremer / Deimann

 

1959:

Kurt Andres wird 1. Vorsitzender.

 

1960:

10-jähriges Jubiläum mit erstmaliger Gala-Veranstaltung (SCG-Galaabend) im Rokokotheater.

Trotz intensivster Bemühungen konnte kein Prinz gefunden werden. Aus der Not heraus wurde die Figur des Churfürsten Carl-Theodor erfunden, in die Dr. Heribert Schnare schlüpfte. Ein wahrhaftig epochales Ereignis, wie sich später zeigen sollte, und das der Schwetzinger Fastnacht ein ganz besonderes, eigenes und unnachahmliches Flair verleihen sollte: Carneval am Hofe Seiner Durchlaucht.

Eine Tradition fand ihren Anfang.

 

Erstauftritt von Männergarde und Churfürstlichem Fanfarenzug.

 

1961:

1. Herrenfrühstück am Hofe Carl Theodors, ebenfalls ein bis heute für Schwetzingen spezifisches, allseits begehrtes und anerkanntes alljährliches Ereignis mit Churfürst und seinem höfischen Gefolge im Mittelpunkt.

Brigitte Schardt wird Till am Hofe und füllt diese Figur bis 1980 aus.

 

 

2.Etappe:1961 -1972

 

1962:

Dr. Eduard Eberhardt wird für ein Jahr Churfürst.

 

1963:

Dr. Heribert Schnare übernimmt erneut und bis zu seinem Tod im Jahr 1982 den einzigartigen Fürstenpart.

Einige Elferräte mit Damen formieren sich zu einem ersten Hofstaat.

 

1964:

Erste Prunksitzung in der Oftersbeimer Kurpfalzhalle, nachdem bis dato im „Weißen Schwan“ oder im südlichen Zirkel des Schlosses geprunkt wurde

 

1967:

Horst Tenscher wird 1. Vorsitzender.

 

Das Tanzmariechen Karin Soldt sowie Tanzoffizier Peter Much mit Partnerinnen Ursel Brunner, Doris Hege und Marianne Fellinger bestimmen die tänzerische SCG-Garde-Szene und ertanzen für die SCG viele gute Platzierungen bei den damals langsam Mode werdenden Turnieren.

 

1969:

Erster Auftritt einer weiblichen SCG-Garde.

Gardemarschall wird der legendäre Rolf Meyer mit seinem Schlachtruf „Von Nürnberg bis nach Speyer — Keine Feier ohne Meyer“.

 

1971:

Erster SCG-Bierabend bei den Eichbaum-Brauereien.

 

1972:

Wegen Umbauarbeiten im Schloss findet der Galaabend im Rittersaal statt.

Ein denkwürdiges Ereignis mit den Stargästen Cindy und Bert.

In den südlichen Zirkelsälen finden mehr als 10 Jahre lang teilweise hervorragend besuchte Gardebälle statt, die Rosenmontagsbälle dagegen steigen im nördlichen Zirkel.

 

 

3.         Etappe:1972-1983

 

 

1976:

Eröffnung der SCG-Narrenstube im Ysenburg-Palais

 

1977:

Campagne-Eröffnung und Ordensfest aus Platzgründen erstmals in der Nordstadthalle.

Seitdem sind dabei alljährlich bis zu 50 Vereine zu Gast, um die von Martin Räpple und in den letzten Jahren von Manfred Bender geschaffenen, sehr begehrten SCG-Orden oder die von Brigitte Schardt und neuerdings von Gabriele Erhardt kreierten venezianischen Masken zu ergattern.

Im gleichen Jahr — nach 13 Jahren Oftersheimer Exil — erste Prunksitzung in der Nordstadthalle unter von da an gewohnter und geschätzter Mithilfe der SCG Damen.

 

1978:

Neugründung des churfürstlichen Fanfarenzuges.

 

Dr. Hans-Joachim Förster löst Kurt Andres, der 23 Jahre in Amt war, als Präsident ab.

 

1979:

Dr. Hans-Joachim Förster wird SCG-Vorsitzender.

Die SCG hat 250 Mitglieder.

 

Gründung des Kurpfälzer Narrenringes unter der Mitinitiative der SCG.

 

Wachsender Aufschwung in der SCG-Gardeabteilung:

 

Gründung von Jugend- und Juniorengarde.

Peter Much / Doris Hege werden Badischer Paartanzmeister 1972

Susi Foerster wird Badische Meisterin und 4. Deutsche Meisterin 1976

 

1980:

 Gründung einer Seniorengarde

 

1981:

Völlige Neugründung bzw. Neuformation des Churfürstlichen Hofstaates der SCG mit den Elferratsehepaaren Räpple, Schardt, Diederich, Glotzbach, sowie Vater und Tochter Utz, Fritz Gieser sen. und Peter Much. Till wird Iris Räpple. Die Hofstaatmitglieder werden vom Churfürsten Dr. Schnare mit wohlklingenden Namen und Titeln versehen, sie kleiden sich auf eigene Kosten in teure, zeitgenössische Rokokokostüme und studieren höfische Tänze ein. Die Einstudierung übernimmt die heutige Edle vom Hofe Brigitte Schardt. Sie wird dieser nicht einfachen Aufgabe bis 1999 nachkommen.

 

1982:

 Churfürst Dr. Heribert Schnare verstirbt.

 

1983:

Interregnum mit Elsbeth Janda als Churfürstin Elisabeth Auguste.

Erstauftritt des tanzenden Hofstaates beim Galaabend.

 

 

4.Etappe: 1983 - 1994

 

1984:

 Fritz Gieser sen. steigt auf den Churfürstenthron und verkörpert von nun an mit Elsbeth Janda Schwetzingens närrisches Regentenpaar.

 

Weitere bemerkenswerte Erfolge der SCG-Gardeabteilung:

 

Jennifer Tompkins wird mehrfach Badische Meisterin, Deutsche Meisterin, Deutsche Vizemeisterin der Junioren- und Seniorentanzmariechen und zusammen mit Stefan Rinklef Badischer Paartanzmeister 1990.

 

 

1986:

 Die SCG richtet zusammen mit dem CC „Grün-Weiß“ Oftersheim die Badischen Gardetanzmeisterschaften in der Nordstadthalle aus.

 

Erste Närrische Elferratsitzung am 11.11. in der SCG-Narrenstube.

 

1989

Klaus-Peter Münch löst Dr. Hans-Joachim Förster im Amt des 1. Vorsitzenden ab, das letzterer somit 10 Jahre lang begleitete.

 

1990:

Am 21.01. festliche Matineé: „40 Jahre SCG“ im Palais Hirsch.

 

1992:

Rosenmontagsfete erstmals im „Frankeneck“ mit Aufsehen erregenden Beiträgen der SCG-Damen, die in den darauf folgenden Jahren sowohl die Rosenmontagsveranstaltungen als auch als preiswürdige Fußgruppe das Erscheinungsbild der SCG bei den Fastnachtsumzügen wesentlich mitbestimmen sollten.

 

1993:

SCG richtet in der Nordstadthalle die Süddeutschen Gardetanzmeisterschaften aus, mit 1.000 Aktiven und 2.000 Besuchern.

Am 04.12. Festakt im Schloss anlässlich „4x11 Jahre SCG“.

 

1994:

Einrichtung der SCG-Narrenstube im Vereinshaus Bassermann mit wesentlicher Unterstützung seitens der Stadt und den Firmen Eichbaum­Brauereien, Gieser und Bräuninger.

Die SCG-Churfürsten-Garde tritt in der SWR — Fernsehsendung „Spaß auf der Gass“ aus Schwetzingen auf.

 

 

5.Etappe:1995 - 2005

 

1995:

Martin Räpple löst (für drei Jahre) den erkrankten Klaus-Peter Münch als 1. Vorsitzender ab.

 

1996:

In diesem Jahr wurde mit Gerlinde Pfister erstmals eine Frau in den SCG-Vorstand gewählt. Später folgten u.a. Uschi Kriechel und Sybille Karle

 

1998:

Klaus-Peter Münch wird erneut 1. Vorsitzender.

 

Hermann Stripf übernimmt das Präsidenten-Zepter von Dr. Hans-Joachim Förster, der damit 20 Jahre lang präsidiert hatte.

Mit Brigitte Schardt und Ulla Rebstein werden erstmals zwei Damen Edle vom Hofe CarI-Theodors.

Die SCG richtet in der Nordstadthalle die Badischen Gardetanzmeisterschaften aus.

 

1999:

 Dr. Dr. Wolfgang Klein wird am 23. Januar als Churfürst inthronisiert, nachdem Fritz Gieser sen. krankheitshalber in den wohlverdienten Ruhestand ging und zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

 

2000:

 Am 08.05. Festakt im Schloss: "50 Jahre SCG".

 

Dr. Hans-Joachim Förster übernimmt erneut das Präsidentenamt.

 

Anlässlich des Rathaussturms am 11.11. erstmals närrisches Rededuell in Versen zwischen Oberbürgermeister Bernd Kappenstein und dem SCG-Präsidenten.

 

2001:

Elsbeth Janda tritt nach 16 Jahren als Churfürstin zurück. Sie wird zum Ehrenmitglied und zur Edlen vom Hofe ernannt.

Die Sängerin, Schauspielerin und Gesangspädagogin Katharina Anna Gündner tritt ihre Nachfolge an.

 

2002:

Der traditionelle SCG-Galaabend/Hofball in neuer Form: Als Benefizgala in den Zirkelsälen in Kooperation mit Lions-Club, Sparkasse Heidelberg und BAZ zugunsten der Aktion Kinderkrebshilfe Heidelberg eV., ein überragender Erfolg.

 

2003:

Klaus-Peter Münch  ist 11 Jahre Erster Vorsitzender (1989-1995 und wieder seit 1998) und damit länger als alle seine Vorgänger in diesem Amt.

Ludwig Karle erhält als erster SCG-Aktiver mit dem Goldenen Löwen mit Brillanten Nr. 14 und dem Verdienstorden in Gold mit Brillanten die höchste Auszeichnung der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalsvereine bzw. des Bundes Deutscher Karneval.

 

Die Abteilung „Churfürstlicher Hofstaat der SCG“ wird im September aufgelöst. An ihrer Stelle agiert künftig das „Höfische Gefolge seiner Durchlaucht“.

 

2005:

Der Churfürstliche Hofball muss wegen Reparaturarbeiten im Schloss bis auf Weiteres abgesagt werden.

 

Präsident Dr. Hans-Joachim Förster ist 25 Jahre im Amt, Ludwig Karle sage und schreibe 50 Jahre für die SCG aktiv.

 

Im Verlauf der 5. Etappe weitere große Erfolge der Gardeabteilung.

Kerstin Wille wird als Tanzmariechen mehrfach Badische und Süddeutsche Meisterin und sie belegt bei den Deutschen und Europa-Meisterschaften Spitzenplätze. Im Paartanz erringt sie mit ihren Partnern Marc Purkart und Dirk Schönborn mehrere Badische, Süddeutsche, Deutsche und Europameisterschaften.

Das Jugendtanzpaar Nadine Moore/Yannick Wille wird Badischer Meister 1991

Kimberley und Kevin Klein werden 3. Badische Meister 2001.

Jugendtanzmariechen Julia Senn wird Badische Meisterin 1998. In der gleichen Klasse erringt Vivien Seiler den Badischen, Süddeutschen und Deutschen Vizemeistertitel 2004 und den dritten Platz bei den Badischen Meisterschaften der Junioren 2005. Lisa-Maria Ramm wird Badische Vizemeisterin 2005 der Jugend und zusammen mit Partner Luca Wiegand ebenfalls Badischer Vizemeister 2005 der Jugendpaare.

Die Gemischte Garde wird Badischer Vizemeister 1992 und 1993.

Schließlich wird die Senioren/Churfürstengarde Badischer Vizemeister 1998, Badischer Meister und 3. süddeutsche Meister 1999, Badischer Vizemeister 2000, 2001 und 2003, nimmt mehrfach an den Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften teil und zählt nach wie vor zu den besten Garden in Deutschland. Bei der ARD-Fernsehsendung aus Friedrichshafen Ende Februar 2000 beweist sie dies eindrucksvoll.

 

 

Liebe Leser, 55 Jahre wechselvoller SCG-Geschichte brachten Höhen und Tiefen, Erfolge und Misserfolge — das ist für einen Verein eine durchaus natürliche Sache. Die SCG hat in diesen 55 Jahren einen beachtlichen Aufschwung erfahren und kann sich in der näheren und weiteren Umgebung wahrlich sehen lassen. Das gilt für das außergewöhnlich breite Spektrum der SCG-Aktivitäten in allen Bereichen, Abteilungen und Sparten. Dafür muss an dieser Stelle Dank gesagt werden all den Damen und Herren, mit deren nimmermüdem und aufopferungsvollem Einsatz dies alles erreicht wurde. Ich könnte den Dank global abstatten, doch ich denke, etlichen Mitstreitern für die gute Sache und die Ziele der SCG würde ich damit nicht gerecht werden.

 

Wenn ich also nun Namen nenne, dann begebe ich mich — dessen bin ich mir voll und ganz bewusst — auf äußerst dünnes Eis. Alle Namen, das habe ich eingangs schon angedeutet, kann ich aus hoffentlich verständlichen Gründen nicht nennen. Auf der anderen Seite finde ich es persönlich als durchaus angebracht, stellvertretend — ich betone ausdrücklich stellvertretend - für alle lieben Freunde, die sich in der 55-jährigen Geschichte der SCG für die Gesellschaft zur Verfügung stellten und um den Verein verdient machten, folgenden Namen expressis verbis zu nennen:

Die Churfürsten Dr. Heribert Schnare, Fritz Gieser sen. und Dr. Dr. Wolfgang Klein mit den Churfürstinnen Elsbeth Janda und Katharina Anna Gündner. Für den ehemaligen Churfürstlichen Hofstaat seien genannt: Christa und Martin Räpple, Margret, Brigitte und Oskar Schardt, Manfred Bender, Edmund Müller, Peter Much, Peter Schütze sowie Ruth und Robert Utz sen..

 

Aus der Gardeabteilung nenne ich die Trainerinnen Edith Geiger, Sonja Dietrich, Brigitte Schönröck, Siggi Naber, Sabine Wehe, Sybille Karle, Annette Siegfried, Anja Fallico, Monika Schwann, Jaqueline Fässy, Melanie Ortone und Sarah Nitzsche, sowie die Gardeminister Bruno Geiger, Gunter Haaf, Edmund Müller, Eddy Wille und Manfred Butz.

 

Für die seinerzeitigen Männergarde, Musik- und Fanfarenzug seien genannt: Paul Buri, Peter Much, Robert Utz sen., Ludwig Karle, Otto Koob, Manfred Grosse, Peter Pfau, Liselotte und Michael Girrbach, Manfred Schweitzer und Bruno Paplauskas.

Die Büttenredner und Sänger werden repräsentiert durch Willi Appel, Walter Bährle, Robert Bremer, Erwin Deimann, Else Geiger, Roland Lorenz, Fred Reibold, Margret Schardt, Marianne Grönert, das Chaoten-Duo Lothar Stripf/Gerhard Wetz, Wolfgang Nickel, sowie Andreas Heinrich mit Yvonne Ries.

Global seien genannt das frühere und das heutige Männerballett.

 

Keinesfalls vergessen werden dürfen an dieser Stelle alle Elferräte, Elferratsdamen und Helfer aus dem Mitgliederkreis, die sich um die SCG mehr als verdient gemacht haben und großteils auch zu Ehrensenatoren und Ehrenaktiven ernannt wurden.

 

Unverzichtbar die Unterstützung von Seiten der Edlen vom Hofe Carl Theodors.

 

Last but not least seien insbesondere die Männer nochmals genannt, die als 1. Vorsitzender bzw. Präsident 55 Jahre lang zuoberst an der Vereinsspitze standen: Gerhard „MenneMuckel, Philipp Kreuzwieser, Hans Schwarzelbach, Kurt Andres, Horst Tenscher, Klaus-Peter Münch, Martin Räpple, Hermann Stripf und Dr. Hans-Joachim Förster.

 

 

Liebe Leser, wenn wir nun heute Rückblick gehalten haben auf 5 x 11 Jahre SCG-Geschichte, so wollen wir aber auch schon an die Zukunft denken. Die Zeit bleibt nicht stehen —Tempora mutantur, die Zeiten ändern sich, so die Lateiner. Von In-Nostalgie-Schwelgen und andächtiger Nabelschau kann kein Verein leben, und seien die vergangenen 55 Jahre auch noch so schön und erfolgreich gewesen.

 

Wir wollen hoffen, dass die Schwetzinger Carneval-Gesellschaft mindestens noch weitere 55 Jahre und eine blühende Zukunft vor sich hat. Denn: Die Kurpfälzer und Schwetzinger Fastnacht und das Schwetzinger Vereinsleben wären ohne die SCG nicht vorstellbar!

 

Meinen Freunden im gesamten Vorstands- und Elferratsteam wünsche ich weiterhin viel Schaffenskraft und vor allen Dingen aber — mögen die Gegenwinde manchmal noch so heftig sein — Eintracht und Harmonie.

Denn:  Eintracht und Harmonie sind ein ganz besonders gutes Klima für die von mir eingangs genannte, unbesiegbare Krankheit „Morbus Narhallensis Ahoi

 

Womit ich nun wieder bei der Medizin angelangt bin. Lassen Sie mich, liebe Leser, liebe Freunde, daher auch mit einem in Versform gebrachten anatomisch-medizinischen Befund schließen, der die Basis allen carnevalistischen Tuns beschreibt, und der, wie ich meine, gut und gerne als Motto über die kommenden 55 Jahre SCG gestellt werden könnte:

 

 Lachen dient als Medizin:

Bringt Gesundheit, bringt Gewinn

 für das triste Angesicht.

 Oder Leute wisst Ihr nicht,

 dass ein Mensch beim Lachen gegen

 13 Muskeln muss bewegen-

 Während Griesgram ihn echt schlaucht,

 weil er 60 Muskeln braucht.

 Lachen das ist jedenfalls

 unsrer Erde bestes Salz;

 und wer dieses Salz verspürt,

 der bleibt frisch und konserviert!


Und weiter
geht es mit der SCG-Geschichte:

6. Etappe: 2006 bis 2011:

2006:
Die SCG richtet die 35. Badischen Meisterschaften im carnevalistischen Gardetanzsport aus.


2008:
Der SCG-Hofball wird erstmals außerhalb der Campagne ausgetragen:

 Im Juni heißt es auf Initiative von Dr. Dr. Klein dann "Churfürstlicher Hofball"  als Benefizveranstaltung der Metropolregion Rhein-Neckar in Schloss und Schlossgarten.

2009:
Das Churfürstliche Herrenfrühstück der SCG findet zum 50. Mal statt.

2010:
Churfürst Dr. Dr. Wolfgang Klein hat närrisches Jubiläum: Er ist im 11.Jahr im Amt.

Die SCG wird am 06.02.2010  60 Jahre alt. 

Die SCG-Gardeabteilung konnte auch im Verlauf der letzten Jahre der Vereinsgeschichte mit bemerkenswerten Erfolgen aufwarten:
Bei vielen Turnieren und Meisterschaften wurden nahezu unzählige Spitzenplatzierungen ertanzt. Besonders zu erwähnen ist dabei: Vivien Seiler(2006: Badische Vizemeisterin Junioren-Mariechen); Justine Kerber (2009:
3. Badische Meisterin Jugendmariechen) ; Vanessa Pavia (2009: Badische Meisterin und 2010: Badische Vizemeisterin Aktiven-Mariechen), zusammen mit Markus Marschall (2009: Bad. Meister Aktivenpaare) und mit Michael Winter (2010: Bad. Vizemeister Aktivenpaare);  Janina Karle  und Kevin Kruse (2009: Bad. Vizemeister Aktivenpaare);  Gemischte Garde (2009: Badischer Vize- und Süddeutsche Meister, 2010 Bad. Vizemeister); Aktivengarde (2009: 3. Bad. Meister); Aktiven-Schautanztruppe (2009: 3. Süddt. Meister, 2010 Bad. Vizemeister).


7. Etappe: seit 2011:

2011:

Die Ära Klaus-Peter Münch geht zu Ende. Wolfgang Nickel löst in der Mitgliederversammlung am 29. April 2011 Klaus-Peter Münch nach dessen 19-jähriger Amtszeit (1989 - 1995 und 1998 - 2011) als 1. Vorsitzender ab, nachdem dieser nicht mehr für dieses Amt kandidiert.  Klaus-Peter Münch wird für seine großen Verdienste für die SCG zum SCG-Ehrenvorsitzenden ernannt, ein Ehrentitel, der zum ersten Mal in der über 60- jährigen Geschichte der SCG verliehen wird.  

Nach nur siebenmonatiger Amtszeit als 1. Vorsitzender der SCG verstirbt Wolfgang Nickel am 25.11.2011 im Alter von 66 Jahren. Andreas Heinrich wird als 2. Vorsitzender satzungsgemäß kommissarischer Vorsitzender der SCG.

2012:
Das SCG-Churfürstenpaar Dr. Dr. Wolfgang Klein und Katharina Anna Gündner haben ebenfalls närrisches Jubiläum: Sie regieren im 11. Jahr.
Die SCG ist Ausrichter der 41. Badischen Meisterschaften im carnevalistischen Gardetanzsport.

Unerwartet verstirbt SCG-Geschäftsstellenleiter und Ehrensenator Erich Hochhaus im Alter von 74 Jahren.

Neuer 1. Vorsitzender wird Andreas Heinrich. 2. Vorsitzender wird Thomas Ottinger.